Der Ort, an dem Monet begann die zeit zu malen

Ravin de la Creuse · 1889

Eine Landschaft. eine Serie.
Ein krönender Abschluss.

1889 – Als Monet
die Creuse entdeckte

Im Frühjahr 1889 reiste Claude Monet von Giverny in das Tal der Creuse. Was zunächst als kurzer Aufenthalt geplant war, entwickelte sich zu einer intensiven künstlerischen Auseinandersetzung mit der Landschaft rund um Fresselines. Auf Einladung seines Freundes Gustave Geffroy besuchte Monet dort den Dichter Maurice Rollinat.

Fresselines liegt am nördlichen Rand des Zentralmassivs, oberhalb der Creuse. Die Landschaft mit ihren schroffen Hügeln, weiten Himmelsräumen und von Heide und Ginster geprägten Hängen hinterließ bei Monet einen nachhaltigen Eindruck. Die ursprüngliche und zugleich eindrucksvolle Beschaffenheit der Gegend zog ihn so sehr in ihren Bann, dass er nach dem ersten, etwa einwöchigen Aufenthalt nach Giverny zurückkehrte, um seine Malutensilien zu holen.

Wenig später kam er nach Fresselines zurück und arbeitete dort rund drei Monate intensiv an seinen Landschaftsbildern.

EINE LANDSCHAFT. Monets erste Serie.

Die Entstehung der Serie

Monet malt nicht einfach dieselbe Landschaft zehnmal. Er beobachtet, wie sie sich verändert.
Licht, Wetter, Tageszeit und Atmosphäre werden zum eigentlichen Motiv. Die Creuse wird so zum Experimentierfeld für eine Arbeitsweise, die später seine berühmten Serien prägen wird.

W 1219

W 1219

W 1219

W 1219

W 1219

W 1219

W 1219

W 1227
Der krönende Abschluss der Serie.

DAS WERK

Ravin de la Creuse • W 1227

Während seines Aufenthalts in Fresselines im Frühjahr 1889 schuf Claude Monet insgesamt 24 Gemälde der Landschaft an der Creuse. Zehn dieser Arbeiten zeigen nahezu denselben Landschaftsausschnitt, den Monet zu unterschiedlichen Tageszeiten und unter wechselnden Lichtverhältnissen festhielt. Die intensive Beschäftigung mit einem einzigen Motiv wurde zu einem wichtigen Schritt auf dem Weg zu seiner späteren Serienmalerei.

Ravin de la Creuse gehört zu diesen zehn Gemälden. Monet wählte seinen Standpunkt an einem Hang oberhalb des Flusses und blickte auf die Landschaft rund um den Zusammenfluss von Petite Creuse und Grande Creuse. Dabei übernahm er die charakteristischen Formen des Geländes mit seinen Felsen und steilen Hängen und übersetzte sie in eine lebendige, atmosphärische Malerei. Die Arbeit unter freiem Himmel war dabei nicht immer einfach: Kälte und wechselhaftes Wetter erschwerten das Malen erheblich und setzten Monet körperlich zu. Zeitweise arbeitete er sogar mit Handschuhen, um seine durch die Kälte angegriffenen Hände zu schützen.

„Ich bin wirklich überwältigt davon, ich habe eine solche Leidenschaft wie nie zuvor.“

– Claude Monet

INTERAKTIVE KARTE

AUF DEN SPUREN MONETS

Die Creuse ist eine Landschaft voller Kontraste: Flüsse, Schluchten, Felsen, Wälder und wechselndes Licht. Zwischen 1889 und heute hat sich vieles verändert – die Orte, an denen Monet malte, sind jedoch
noch immer Teil der Landschaft.

Entdecken Sie die Plätze, an denen Monet seine Motive fand.
Unsere interaktive Karte zeigt 24 Standorte mit Werken und heutigen Ansichten.

MONET • 1840 – 1926

Ein Leben für das wechselnde Licht

Die Creuse markiert einen wichtigen Moment in Monets künstlerischer Entwicklung. Hier verfolgt er konsequent die Idee, ein Motiv unter wechselnden Bedingungen immer wieder neu zu betrachten. Diese Arbeitsweise wird später zu einem zentralen Prinzip seiner berühmten Serien.

1840
Geburt
Der Anfang eines Malerlebens

Claude Monet wird in Paris geboren.

1845
Umzug nach Le Havre
Wo der Blick zur Landschaft wird

In Le Havre entdeckt Monet früh seine Begeisterung für Natur, Meer und Licht.

1862
Paris
Aufbruch zur Malerei

Beginn seiner künstlerischen Ausbildung: In Paris beginnt Monet seinen Weg als professioneller Maler und setzt sich intensiv mit der Malerei auseinander.

1874
Impressionismus
Ein neuer Blick auf die Welt

Impression, soleil levant gibt der neuen Kunstrichtung ihren Namen.

1883
Umzug nach Giverny
Ein Ort wird zur Heimat

Giverny wird Monets Lebensmittelpunkt und später zum Schauplatz seiner berühmten Gartenbilder.

1889
Fresselines
Die wilde Creuse

In Fresselines wird die Landschaft zum Experimentierfeld für Licht, Atmosphäre und die Idee der Serie.

1926
Tod in Giverny
Ein Leben für das Licht

Claude Monet stirbt am 5. Dezember in Giverny.

138 JAHRE SPÄTER

MUNCH MUSEUM · OSLO

138 Jahre nach seiner Entstehung kehrt Ravin de la Creuse,
auf die internationale Bühne zurück.

Im Frühjahr 2027 wird das Werk im MUNCH in Oslo präsentiert.
Die Ausstellung stellt Monets Arbeiten im Tal der Creuse und seine Auseinandersetzung mit Licht, Landschaft und Atmosphäre in einen internationalen Kontext.

[Ausführlicher Ausstellungstext folgt.]

Film

Monet in der Creuse

Eine filmische Annäherung an Claude Monet und seinen Aufenthalt im Tal der Creuse. Quelle: © Arte G.E.I.E. 2025

Magazin

Inspirations of Monet

Die Geschichte hinter Ravin de la Creuse –
vertieft, erweitert und zum Lesen und Entdecken.